Gemüse vor!

Gemüse hat in den vergangenen Jahren eine steile Karriere hingelegt: vom verkochten Häufchen hin zum kulinarischen Star auf unseren Tellern: frisch, knackig und immer wieder neu. Einflüsse gemüsebetonter nah- und fernöstlicher Küchen, Ernährungslehren wie das Ayurveda sowie die hochkreative vegane Bewegung haben viel dazu beigetragen. Danke!

Gemüse ist angesagt!

Und zwar aus mehreren Gründen. Da ist zunächst die Gesundheit. Gemüse – dazu zählt auch Salat – hat eine enorme Fülle an gesundheitswirksamen Nährstoffen. In jeder Sorte finden sich andere Nährstoff-Highlights in Form von Vitaminen und bioaktiven Substanzen. Sie sorgen für ein starkes Immunsystem, rasche Wundheilung, stabile Nerven, gesunde Haut, gute Sehkraft und vieles mehr. Dick werden? Das ist mit viel Gemüse eher schwierig. Im Allgemeinen ist es sehr wasserreich und dadurch energiearm. Satt macht es trotzdem, denn viele Sorten enthalten reichlich Ballaststoffe.

 

Der zweite Grund

Gemüse mehr Platz auf dem Teller zu reservieren, betrifft Umwelt und Klima. Auf die Frage, wie die Menschheit gut essen kann, ohne den Planeten zu ruinieren, gibt es nur eine Antwort: mit mehr Gemüse und anderen pflanzlichen Lebensmitteln. Ein gut bestellter Hektar Gartenland mit einem großen Kartoffelfeld und verschiedenen Gemüse- und Getreidesorten kann bis zu zehn Menschen ernähren. Nutzt man die Fläche für Tierfutter, wie heute rund 70% aller Agrarflächen weltweit, sind es gerade mal zwei. Fleisch frisst Land. Gemüse essen spart Ressourcen und schützt die biologische Vielfalt.

 

Der beste Grund

Warum Gemüse den Spitzenplatz in unserer Ernährung im Sturm erobert hat: Es bietet eine schier unendliche Vielfalt und Geschmacksfülle. Süße Tomaten, cremiger Kürbis, scharfe Radieschen, das kräftige Aroma der Rauke – so schmeckt echtes Essen. In gut sortierten Läden oder auf Wochenmärkten finden selbst Kenner noch Neues. Viele alte Sorten sind in den letzten Jahren in den Handel zurückgekehrt: Mangold und Pastinaken, Topinambur und Schwarzkohl. Wie sie raffiniert oder auch ohne großen Aufwand zubereitet werden können, findet man im Netz oder in einer Vielzahl von Kochbüchern der kreativen Gemüseküche, die in den letzten Jahren erschienen sind. Knackige Salate, deftige Suppen, bunte Pfannen- oder Schmorgerichte, Aufläufe, Ofengemüse mit Dip, Bowls, Quiches und Co. – es gibt viel zu entdecken.

 

Frisch vom Feld

Viele Gemüsesorten gibt es aus heimischem Anbau direkt vom Feld: Möhren, Rote Beete, Sellerie, Lauch, Zwiebeln, Kürbis, Pastinaken, Kohl, Feldsalat, Mangold und vieles mehr. Im Sommer haben wir die größte Auswahl an Freilandgemüse aus der Region. Doch auch die kalten Monate haben tolles Saisongemüse zu bieten: Grünkohl etwa gilt als vitaminreichstes Gemüse überhaupt, mit hohen Mengen an Vitamin A, B und C.

Damit du die Köstlichkeiten der Jahreszeiten immer fest im Blick hast, kannst du den Saisonkalender der Verbraucherzentrale ausdrucken.

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Mit Biss

Zartes Gemüse in kochendes Wasser werfen? Da geht viel Geschmack verloren und noch mehr gesunde Inhaltsstoffe. Gemüse kann man blanchieren, braten, dünsten, dämpfen, glasieren, schmoren, gratinieren, backen oder einfach roh knabbern bzw. in den Salat geben – Hauptsache, es hat noch etwas Biss. Blitzschnell geht es, Gemüse zu dünsten bzw. zu schmoren. Dabei wird es mit sehr wenig Wasser oder Brühe bedeckt und mit geschlossenem Deckel al dente gegart. Das dauert in der Regel nur wenige Minuten. Schmorgemüse erhält durch vorheriges Anbraten einen kräftigen Geschmack.

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