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#bodypositivity: Sich selbst annehmen

Unser Livechat mit Dr. Caroline Böttiger (Psychotherapeutin und Ernährungsberaterin)

Am 12.04.2021
Um 20:30 Uhr

„Body Positivity“ und „Selbstliebe“ sind derzeit in aller Munde. Die Botschaft: Lass dich nicht von engen Schönheitsidealen verunsichern. Doch es ist gar nicht so leicht, sich selbst zu lieben und so anzunehmen, wie man ist – mit seinen Kurven, Ecken und Kanten.

Unsere Expertin

Dr. Caroline Böttiger
Psychotherapeutin, Ernährungsberaterin und Neurowissenschaftlerin

Frau Dr. Caroline Böttiger ist seit über 11 Jahren in eigener Praxis als Psychotherapeutin aktiv und ist sowohl eine geprüfte Ernährungsberaterin, als auch Autorin und promovierte Neurowissenschaftlerin in Berlin. Durch ihre mehrfachen Qualifikationen und langjährige Berufserfahrung hat sie umfangreiche Kenntnisse über die menschliche Psyche und Ernährung. Neben alledem ist sie ebenfalls Geschäftsführerin einer Coaching-Agentur und führt verschiedenste Seminare und Workshops durch, um die Gesundheit in Unternehmen zu stärken. Außerdem hat sie zusätzlich als Autorin ein Buch über emotionales Essverhalten verfasst.

Gibt es ein allgemein hilfreiches Mittel gegen Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper?

Wir bekommen unseren Körper am Anfang unseres Lebens ausgeliehen und müssen ihn am Ende unseres Lebens wieder abgeben. Auf dem Weg dazwischen können wir damit tun und lassen was wir wollen. Da unser Körper ein ziemliches Wunderwerk ist und sich im Laufe von Jahrmillionen an viele Stressoren hat anpassen können, bekommen wir auf unser Fehlverhalten von unserem Körper nicht immer gleich eine negative Rückmeldung, so dass wir wissen, dass wir das nicht mehr tun sollten. So gewöhnen wir uns an ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel und bekommen meist erst Jahre später die Quittung dafür. Und plötzlich stehen wir vor dem Spiegel und sind nicht happy mit dem was wir sehen. Unser Körper ist allerdings das Resultat unserer gesamten Geschichte. Das Resultat unserer Ernährung, Bewegung, unserer Gedanken und Erziehung. Vielleicht haben wir durch negative Kommentare unserer Eltern nicht gelernt unseren Körper so zu lieben wie er ist und haben vielleicht auch keine gesunden Umgangsweise gelernt. Aber das wichtigste ist, anzuerkennen, dass wir jederzeit etwas tun können. Wir müssen nicht in Unzufriedenheit, Selbstvorwürfen oder Fremdvorwürfen verharren. Diese Zeit können wir stattdessen anders nutzen, uns belesen, eine Therapie beginnen oder einfach langsam die Bewegung steigern und die Ernährung umstellen. Aber das wichtigste sind liebe Worte: Eine Übung, die ich Ihnen mitgeben kann, ist die Spiegelübung: Stellen Sie sich jeden Tag für eine Minute vor den Spiegel und sagen Sie sich selbst "Ich liebe Dich! Ich liebe Dich wirklich sehr!" Sie können auch bestimmte Körperteile benennen. Mit der Zeit verändert sich Ihre Sicht auf den Körper - manchmal geht es innerhalb von ein paar Wochen, manchmal muss man diese Übung mehrere Monate machen.

Glauben Sie, dass die Sozialen Medien einen großen Einfluss auf das Wohlfühlen im eigenen Körper haben?

Absolut! Besonders Frauen haben die Tendenz, sich viel mit ihrem Umfeld zu vergleichen und mindestens so sein zu wollen wie der Durchschnitt. Wenn wir jetzt die ganze Zeit nur Bilder von Topmodels sehen, dann denken wir irgendwann, dass das der Durchschnitt ist und merken, dass wir diesem Bild vielleicht nie entsprechen werden können. Vor allem wenn man bedenkt, dass viele dieser Frauen den ganzen Tag nichts anderes tun, als sich um ihren Körper zu kümmern.

Hilft Body-Neutrality gegen Body-Negativity?

Unser Körper ist ein Geschenk und sollte nicht als etwas neutrales betrachtet oder ignoriert werden. Es ist wichtig zu lernen, den Körper dafür zu nutzen, wofür er da ist - unsere Wahrnehmung! Wir fühlen, schmecken, riechen, hören und sehen durch ihn und das sollten wir genießen lernen. Für manche ist jedoch der Schritt weg von der Body-Negativity hin zur Body-Positivity über die Brücke der Body-Neutrality. Manchmal hilft es einer Sache, die vorher im Leben so viel Raum eingenommen hat und so negativ belastet ist, etwas Neutralität entgegenzubringen. Dadurch verliert es an negativer Bedeutung und irgendwann ist man dann bereit, den Körper als etwas Wundervolles anzunehmen.

Muss man, um Zufriedenheit mit seinem Körper zu erlangen, zu einem Psychotherapeuten gehen oder reichen schon kleine Taten im Alltag?

Das hängt natürlich vom Ausmaß des Problems ab. Jemand der unter seinem Körper regelrecht leidet, sollte zu einem Psychotherapeuten gehen. Jedoch können auch kleine Dinge hilfreich sein, wie die oben genannte Spiegelübung. Es hilft auch, anderen Anerkennung für etwas auszusprechen wie beispielsweise ein nettes Lächeln oder ein warmherziges Wesen. Indem wir bei anderen den Fokus mehr auf positive innere Werte legen, verändert sich dieser Fokus auch automatisch uns selbst gegenüber.

Zukünftige Expertenchats

Gesund arbeiten von Zuhause

am 03.05.2021
von 20:30 - 22:00 Uhr

mit Franziska Stiegler
Expertin für gesundes Arbeiten beim BKK Dachverband

Auch nach Corona haben viele Beschäftigte die Möglichkeit, von Zuhause aus zu arbeiten. Flexible und mobile Arbeitsformen setzen sich immer mehr durch. Das schafft große Freiräume, hat aber auch Schattenseiten: fehlende Kontakte, ausufernde Arbeitszeiten, keine richtige Trennung von Arbeit und Privatleben, keine Pausen. Unser Experte beantwortet persönliche Fragen und gibt Tipps, wie man produktiv und vor allem gesund durchs Homeoffice kommt.

 


Pflege- und Alltagstipps bei Hautproblemen

am 07.06.2021
von 20:30 - 22:00 Uhr

mit Dr. Uwe Schwichtenberg
Dermatologe und Landesvorsitzender des BVDD in Bremen

Akne, Neurodermitis oder raue, rissige Hautstellen: Hautprobleme und -erkrankungen beeinträchtigen die Lebensqualität und lassen sich oft nur schwer behandeln. Welche Therapiemöglichkeiten gibt es? Wie sieht die richtige Pflege aus? Spielt die Ernährung eine Rolle? Was muss ich zum Sonnenschutz beachten?

Vergangene Expertenchats

Frühjahrskur und Fasten

Viele Menschen fühlen sich nach den kalten und lichtarmen Wintermonaten, oft begleitet von weniger Bewegung und einem anderem Essverhalten, etwas schlapp und schwer. Eine Frühjahrskur kommt da genau richtig. Sie kann dem Wohlbefinden einen großen Schubs geben, weckt die Lebensgeister und bringt den Stoffwechsel auf Trab.

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Hoher Blutdruck? Das kannst du tun.

Etwa 20 bis 30 Millionen Menschen in Deutschland haben Bluthochdruck. Das ist fast jeder Dritte. Ein Altersproblem? Von wegen! Auch 30-Jährige haben zu hohe Werte. Sie zu ignorieren, kann fatale Folgen haben, denn Hypertonie ist Stress für den Körper und schädigt schleichend Herz und Gefäße.

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Intervallfasten und intuitives Essen

Es hat sich inzwischen rumgesprochen: Diäten sind ungesund und führen eher zu einem gestörten Essverhalten als zu dauerhafter Gewichtsabnahme. Doch was kann ich tun, um besser zu essen? Was hat es mit den zwei derzeit populärsten Ernährungsstilen Intuitiv Essen (IE) und Intervallfasten (IF) auf sich, sind sie ein Weg zu einem gesünderen Essverhalten?

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Kummer, Trauer... depressive Störung?

Die Begriffe Kummer, Trauer und Traurigkeit sowie Depression werden oft durcheinandergeworfen. Tatsächlich ist es schwierig, zu erkennen, wo „normale“ Trauer als gesunde Reaktion auf einen Verlust oder Schicksalsschlag aufhört und eine depressive Erkrankung, die aus eigener Kraft nicht mehr bewältigt werden kann, anfängt.

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Immunsystem: Gut geschützt?

Warum haben manche Menschen nie Schnupfen, während andere ständig erkältet sind? Warum ist eine kleine Wunde bei manchen in wenigen Tagen verschwunden, während der Heilungsprozess bei anderen viel länger dauert?

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Fitnesstipps: Richtig trainieren

Mehr Ausdauer, mehr Kraft, ein besseres Körpergefühl: Regelmäßiges Training ist das Beste, was wir für Wohlbefinden, Gesundheit und Aussehen tun können.
Doch wie sieht ein effektives Training aus? Wie viel Zeit sollte ich investieren? Was sollte ich bei der Ernährung beachten?

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Soziale Ängste

Es gibt Situationen, die sind für die meisten Menschen eine Herausforderung: vor Publikum zu sprechen, allein auf eine Party zu gehen, die ersten Tage im neuen Job. Einigen kostet das besonders viel Kraft: Sie sind schüchtern, introvertiert oder unsicher in sozialen Situationen und im Umgang mit anderen. Am wohlsten fühlen sie sich in vertrauter Umgebung.

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Was ist Glück und wie kann ich es fördern?

Was macht ein erfüll­tes Leben aus? Wie können wir gute Bezie­hun­gen führen? Wie kann ich mich aktiv um mein persönliches Glück und Wohlergehen kümmern? Das alles sind Fragen, mit denen sich die Posi­tive Psy­cho­lo­gie beschäf­tigt.

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Familienplanung und Kinderwunsch

Soll ich – oder soll ich nicht? Sich für eine Familie zu entscheiden, ist ein großer Schritt und kann viele Fragen aufwerfen. Ist jetzt wirklich der richtige Zeitpunkt? Was ist, wenn es nicht sofort klappt? Wie kann ich mich und meinen Körper auf eine Schwangerschaft vorbereiten? Kann man selbst etwas für die Fruchtbarkeit tun? Ab wann ist die „normale“ Wartezeit überschritten und was dann?

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Gesund abnehmen ohne Jo-Jo-Effekt

Immer neue Trenddiäten versprechen den ultimativen Abnehmerfolg. Aber bringen sie wirklich etwas? Low Carb, Intervallfasten, Detox – immer neue Trenddiäten versprechen eine schnelle Gewichtsabnahme. Aber führen sie wirklich zum Erfolg? Oder ist der Jo-Jo-Effekt schon vorprogrammiert? Warum hat es bisher nicht geklappt? Wie sieht er aus, der gesunde, dauerhafte Weg zum Wohlfühlgewicht?

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